Fangen wir damit an: Wie finden wir das Gute, das Schöne und das Wahre in unserer heutigen Zeit?
Sowohl als Individuen als auch als Gesellschaft sehen wir uns mit einer Mauer des Unwissens und der Verzweiflung konfrontiert, die sich, als ob sie eine unüberwindbare Grenze darstellte, vor uns erhebt.
Doch woher nehmen wir den Mut, diese Mauer nicht nur zu erkennen, sondern sie auch zu überwinden? Wie schaffen wir es, hindurchzugehen, um auf der anderen Seite neue, befreiende Impulse aus höheren geistigen Dimensionen der Wirklichkeit zu empfangen und in uns lebendig werden zu lassen?
Es ist unsere wichtigste Aufgabe, Antworten auf diese existenziellen Fragen zu finden. Ein „Weiter so“ führt uns immer tiefer in gefährliche Abgründe. Es bringt wachsende körperliche, seelische und geistige Krankheiten mit sich. Ein „Weiter so“ weigert sich, die dringende Aufforderung anzunehmen, neue Perspektiven zu gewinnen und das daraus gewonnene Wissen praktisch anzuwenden, um eine zukünftige Gesellschaft mit mehr Freiheit, Frieden und Wohlstand zu gestalten.
Aus dieser Erfahrung und Erkenntnis heraus biete ich Ihrem Verstand ein Zitat von Adolf Arenson (1855–1936) – jüdisch-deutscher Komponist, Theosoph und Anthroposoph:
„Wir hatten vielleicht auch vorher schon einen Begriff davon, daß alles Irdische Ausdruck eines Geistigen sei; aber eigentlich war dieser Begriff doch nur abstrakt. Lebensvoll konnte er sich erst gestalten, als uns das Werden, die Entwicklung des Menschen und der Erde in so anschaulichen Bildern hingestellt wurde, wie wir es in den vielen Schriften und Vorträgen Dr. Steiners in den letzten zehn Jahren beobachten konnten.
Wir stiegen von dem allgemeinen vagen Begriff von Geist empor zu einem Verstehen dessen, was als lebendige Wesenheiten hinter dem Geschehen der sinnlich wahrnehmbaren Welt steht.
Wer sich ein wenig frei machen kann von den Vorurteilen, die heute den Menschen, ohne daß er sich dessen bewußt wird, beherrschen, der wird leicht erkennen, wie wenig das oberflächliche Denken der Menschheit in der Gegenwart im Einklang mit den Tatsachen steht.”
— Adolf Arenson, Vortrag am 22. Januar 1914 in Berlin
Der Philosoph, Naturwissenschaftler und Geistforscher Dr. Rudolf Steiner (1861–1925) widmete sich mit größter Ergebenheit der Aufgabe, der Menschheit des 20. Jahrhunderts und danach unerlässliche neue Einsichten zu vermitteln, die den kosmischen, menschlichen und iridischen Realitäten gerecht sind. Weiterhin beantwortete er Bitten seiner engsten Mitarbeiter mit Ratschlägen, die zu lebensunentbehrlichen praktischen Initiativen führten. Zu diesem Zweck hat er zahlreiche Bücher geschrieben und ist über Jahrzehnte durch ganz Europa gereist, um öffentliche Vorträge zu halten sowie Unterweisungen unter Theosophen und Anthroposophen zu verbreiten.
„Den Teufel spürt das Völkchen nie, selbst wenn er es am Kragen hätte“ sagt Mephistopheles zu Doktor Faust in Auerbachs Keller. (Goethe, Faust I)
Dr. Steiner hat es als unabdingbar empfunden, wahre Erkenntnisse über Wesenheiten und Impulse aus der geistigen Welt zu lehren. Er wollte, dass die Menschheit den von ihm hellseherisch vorhergesehenen Herausforderungen des 20. und 21. Jahrhunderts effektiver entgegentreten konnte.
Seitdem sind drei Generationen prominente Anthroposophen erschienen, die versucht haben, auf der Grundlage von Dr. Steiners Nachlass zu bauen, ihn weiterzuentwickeln und an die zeitgenössischen Wirklichkeiten anzupassen. Trotz dieser ernsthaften Bemühungen, bleibt die große Mehrheit der Menschen total unwissend und unheilsamen Absichten böser geistiger Wesenheiten und gieriger, machtbesessener Menschen ausgeliefert.
Ich bin viel unterwegs in diesem Leben, in Bibliotheken und Bildungsanstalten, auf der Straße und in der Natur. Selbst kenne ich keine geistige Lehre, naturwissenschaftliche Studien oder philosophische Traktate, die unsere heutige Situation annähernd so genau detailliert auslegt, die nicht nur große Probleme so tiefgründig analysiert, sondern auch außergewöhnliche, einsetzbare Lösungen anbietet.
Dr. Steiner hat dafür plädiert, dass wir eine erweiterte Betrachtungsweise erzielen, indem wir nicht nur naturwissenschaftliche, sondern auch durch höhere menschliche kognitive Fähigkeiten geistwissenschaftliche Tatsachen miteinbeziehen. Dafür wurde und wird er noch gehasst und attackiert. Von wem wohl und zu welchen Zwecken?
Sich mit der Arbeit von Dr. Steiner auseinanderzusetzen, erweitert und vertieft unser Wissen. Diese Erkenntnis bestätigt meine Auffassung, dass der Erwerb der von Dr. Steiner vermittelten Kenntnisse für die Wissenschaft und Medizin der Zukunft von entscheidender Bedeutung ist. Das gilt insbesondere, wenn wir eine wirksame Heilung und Transformation von Individuen und Gemeinschaften sowie eine erstrebenswerte Entwicklung der Menschheit ermöglichen wollen.
Letztlich: Die Realität ist viel größer und gewaltiger, als wir wahrnehmen und mit unseren gegenwärtigen naturwissenschaftlichen Methoden recherchieren können. Daher ist eine demütige und aufgeschlossene wissenschaftliche Attitüde zielführend.

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